Hilfe per Telefon

Rat & Hilfe für Patienten - 01805/235383 - 0,14 €/Min.
Gesprächsgebühren 0,14 €/Min.
Hilfe & Schlichtung bei Pflegeproblemen - 01805/235384 - 0,14 €/Min.
Gesprächsgebühren 0,14 €/Min.
Patiententelefon
Normale Gesprächsgebühren
-

Auge


Durch das Auge werden von außen eintreffende Lichtreize aufgenommen. Das Sehorgan verarbeitet diese optischen Reize. Es besteht aus zwei Augäpfeln mit ihren Bewegungsmuskeln, den Sehnerven mit den zugehörenden Gehirnnervenbahnen. Die Augen dienen dem Sehen (Erfassen der Formen, Bewegungen, Farben, von Helligkeit und Dunkelheit). Sie liegen geschützt in der knöchernen Augenhöhle.

Augenlider

Das Auge wird zur Körperoberfläche hin von den Augenlidern (Ober-, Unterlid) geschützt. Diese werden von den ringförmigen Augenlidmuskeln bewegt. Im Oberlid befindet sich der Lidhebermuskel und eine Knorpelplatte, welche das Oberlid in der Wölbung dem Auge anpasst (Lidplatte). In der Lidplatte lagern talgproduzierende Drüsen. Die Öffnung zwischen Ober- und Unterlid wird Lidspalte genannt. Die Augenlider sind außen von Haut, innen von Schleimhaut (= Bindehaut) überzogen. Die Schleimhaut hat am Oberlid und am Unterlid je eine Schleimhautfalte, die auf den Augapfel übergeht. Die Bindehaut ist blutgefäßreich. Die Lidränder tragen Wimpern, die dem Schutz der Hornhaut vor Fremdkörpern dienen. An den Wurzeln der Wimpernhaare befinden sich Mollsche Drüsen, die an die Wimpern Fett abgeben.

Augenbrauen

Die Augenbrauen befinden sich an der unteren Stirngrenze und dienen dem Schutz gegen Staub und Schweiß.

Tränenapparat

Die seitlich unter dem Oberlid befindliche Tränendrüse hat 10 bis 15 Ausführungsgänge, aus denen Tränenflüssigkeit quillt, die die Hornhaut dauernd feucht hält und Staubteile, kleine Fremdkörper und Insekten abschwemmt. Die Feuchtigkeit, vermengt mit Fett aus den Meibomschen und Mollschen Drüsen, wird durch den Lidschlag verteilt. Die Flüssigkeit nimmt ihren Weg zu dem inneren Augenwinkel hin. Dort befinden sich die Tränenpunkte, der Beginn der Tränenröhrchen, welche sich zum Tränensack vereinigen, aus dem der Tränen-Nasen-Gang abgeht und in den unteren Nasengang mündet.

Augenmuskeln

Augenmuskeln bewegen den Augapfel so, dass ein gleichsinniges, beidseitig aufeinander abgestimmtes Sehen möglich ist. Vier gerade Augenmuskeln bewegen das Auge nach rechts und links, nach oben und unten; zwei schräge Augenmuskeln führen die Schrägbewegungen des Augapfels durch. Parallelstand der Augen und beidseitige parallele Augenbewegungen werden zentral gesteuert.

Der Augapfel (Hüllen des Auges)

Der Augapfel ist ein kugeliges Organ, das aus mehren Schichten besteht. Der Augapfel ist ein kugeliges Organ, das aus mehren Schichten besteht.

* Lederhaut (Sklera) - äußere Hülle des Auges, vorn weiß mit durchsichtiger Hornhaut (Cornea)

* Aderhaut (Chorioidea) - mittlere Hülle des Auges mit Ziliarkörper und vorn Regenbogenhaut (Iris)

* Innere Haut - mit Pigmentepithel und Netzhaut (Retina).

Das Innere des Auges - Vordere Augenkammer

Hinter der durchsichtigen Hornhaut liegt die vordere Augenkammer, die augeninnenwärts von Linse und Regenbogenhaut (Iris) begrenzt wird. Das in ihr befindliche Kammerwasser stammt aus Blutgefäßen der Aderhaut und des Linsenhalteapparates und fließt durch den Schlemmschen Kanal in die Blutgefäße (Kammerwasservenen) ab.

Linse, Ziliarkörper, Regenbogenhaut

Die Augenlinse ist ein glasklarer Körper, beiderseits konvex geformt. Sie ragt mit ihrem vorderen Teil in die vordere, mit ihrem hinteren Teil in den Glaskörper und wird allseits von Strahlenkörperfasern (Ziliarfasern) gehalten. Die Augenlinse wird also schwebend gehalten. Der sie haltende Ziliarkörpermuskel steuert die Linsenkrümmung; bauchig beim Nahsehen, flach beim Sehen in die Ferne. Das Anpassen der Krümmungsfläche der Linse an die Erfordernisse des Sehens nennt man Akkommodation. Die Linse sammelt die ankommenden Lichtstrahlen und projiziert sie auf die Netzhaut. Die Vorderseite der Linse wird allseitig ringförmig von der Regenbogenhaut so bedeckt, dass in der Mitte die Pupille als Blende bleibt; die Regenbogenhaut ist ein vom vegetativen Nervensystem gesteuerter Muskel (Pupillenspiel); in ihr sind Farbstoffe eingelagert.

Glaskörper

Hinter der Linse befindet sich der Glaskörper, eine gallertartige, durchsichtige Masse, die den Augapfel ausfüllt.

Augenhintergrund

Der Augenhintergrund besteht aus der Netzhaut und der Aderhaut. Die Netzhaut dient der Aufnahme des in das Auge einfallenden Lichtes und der Umwandlung in Nervenimpulse, die über den Nervus opticus dem Gehirn zugeleitet werden. Netzhaut und Aderhaut sind von Blutgefäßen spiralig durchzogen. Mit Hilfe des Augenspiegels kann der Augenhintergrund genau betrachtet werden. Es gibt keine Stelle am Körper, an der der Arzt sich so verhältnismäßig einfach ein Bild über Veränderungen an Blutgefäßen machen kann. Besonders auffällig ist beim Betrachten der Netzhaut der sogenannte Blinde Fleck, der Austrittspunkt des Sehnervs. An dieser Stelle besteht Blindheit, da dort die Sinneszellen für die Umwandlung von Licht in Nervenimpulse fehlen. Der Gelbe Fleck ist die Stelle des schärfsten Sehens. Dies ist dadurch begründet, dass sich an dieser Stelle Stäbchen befinden. Stäbchen und Zäpfchen sind die Reizempfänger (Rezeptoren) der Netzhaut. Sie ermöglichen die Aufnahme des Lichtreizes. Hierbei besteht zwischen beiden eine Spezialisierung. Stäbchen sind besonders geeignet für das Dämmerung- und Nachtsehen, währen Zäpfchen besonders das Farbsehen ermöglichen.

Adaptation

Unter Adaptation wird die Anpassung des Auges an verschiedene Lichtverhältnisse verstanden. Dies geschieht durch Veränderungen in verschiedenen Bereichen des Auges:

- Änderung der Pupillenweite

- Übergang vom Zapfen- auf Stäbchensehen (oder umgekehrt)

- Änderung der Empfindlichkeit der Netzhaut

Funktion des Auges

Die aus der Umwelt in Form von Lichtstrahlen auf das Auge treffenden Eindrücke nehmen ihren Weg durch Hornhaut, vordere Augenkammer, Linse, Glaskörper und treffen auf die Netzhaut. Dort entsteht ein umgekehrtes Bild, das durch komplizierte Vorgänge im Gehirn aufrecht erfasst wird. Die gesunde Netzhaut nimmt das Außenbild in einem bestimmten Gesichtsfeld wahr; dieses hat ein natürliches "Loch", welches dem blinden Fleck entspricht. Ist das Gesichtsfeld krankhaft eingeengt (z. B. bei Glaukom), sieht der Betreffende in gewissen Gesichtsfeldbezirken nichts. Die Feststellung des Umfangs des Gesichtsfeldes erfolgt durch die Gesichtsfelduntersuchung (z. B. Perimetrie). Die Gefäßversorgung der Augen erfolgt durch die Augenschlagader, von der die zentrale Netzhautarterie abzweigt.


Datum der Text-Erstellung:   30.10.2006
Datum der letzten inhaltlichen Text-Überarbeitung:   16.04.2007

Hilfreiche Adressen zu diesem Thema

Zurzeit sind keine Adressen vorhanden! (0 Adressen)


Datum der letzten inhaltlichen Überarbeitung:  11.07.2007

In Browsern, die die Webstandards unterstützen, sieht diese Seite viel besser aus.