Down-Syndrom
Im Regelfall entsteht durch die Vereinigung der Keimzellen der Eltern mit jeweils 23 Chromosomen (Träger der
Erbinformationen) die erste kindliche Zelle mit 46 Chromosomen. Es kann jedoch vorkommen, dass eine der
beiden Keimzellen 24 Chromosomen enthält und bei der Befruchtung eine neue Zelle mit 47 Chromosomen
entsteht. Ist dieses zusätzliche Chromosom eines der Nr. 21, kommt ein Kind mit einem Down-Syndrom zur Welt.
Das ist unter 600-700 Geburten im Schnitt einmal der Fall. Das Risiko einer Chromosomenveränderung steigt
zunehmend mit dem Alter der Mutter bei der Geburt des Kindes an. Die Abhängigkeit vom Alter des Vaters wird
als weniger entscheidend angesehen und zeigt ein signifikant erhöhtes Risiko erst ab dem 45. Lebensjahr.
Die Erbmaterialveränderung wirkt sich auf das Aussehen der Kinder (z. B. Kopf, Augen, Ohren, Hände, Füße) aus, kann organische Schäden (z. B. Herzfehler, Magen- Darmstörungen) sowie geistige Beeinträchtigungen unterschiedlicher Ausprägung bedingen. Die bestehenden Behinderungen, wie die aktive Sprachstörung (auch bedingt durch den hohen Gaumen, die große Zunge und Zahnfehlstellungen) lassen sich durch gezielte Maßnahmen beeinflussen (Sprachtherapie, kieferorthopädische Regulierung, bei extremer Zungenüberproportion eventuell eine operative Korrektur).
Intensive Krankengymnastik bei Muskel- und Bindegewebsschwäche und eventuellen Bewegungsstörungen ist wichtig. Bei Erziehung und Frühförderung in der Familie resultiert eine gute soziale Eingliederungsfähigkeit. Die Hilfsbedürftigkeit durch geistige Behinderung bleibt in der Regel bestehen. Die Kinder, die von Anfang an in der Familie angenommen wurden und in Kindergarten und Schule die notwendigen Angebote erhalten und Hilfe erfahren haben, überraschen immer wieder mit neuen unerwarteten Fähigkeiten. Darum ist es wichtig, sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu fordern und die Leistungen zu erwarten, deren sie fähig sind. Gleiches gilt für die Jugendlichen und die Erwachsenen mit Down-Syndrom.
Die Infektanfälligkeit, besonders die, der oberen Luftwege, erfordert häufig eine rechtzeitige Anwendung von Antibiotika und eventuell ein Zufügen von Immunglobulinen (Antikörpern).
Bei angeborenen Herzfehlern und eventuellen Fehlbildungen im Magen-Darm-Trakt ist entsprechende Fachbetreuung notwendig.
Datum der Text-Erstellung: 03.11.2006
Datum der letzten inhaltlichen Text-Überarbeitung: 16.04.2007
Die Erbmaterialveränderung wirkt sich auf das Aussehen der Kinder (z. B. Kopf, Augen, Ohren, Hände, Füße) aus, kann organische Schäden (z. B. Herzfehler, Magen- Darmstörungen) sowie geistige Beeinträchtigungen unterschiedlicher Ausprägung bedingen. Die bestehenden Behinderungen, wie die aktive Sprachstörung (auch bedingt durch den hohen Gaumen, die große Zunge und Zahnfehlstellungen) lassen sich durch gezielte Maßnahmen beeinflussen (Sprachtherapie, kieferorthopädische Regulierung, bei extremer Zungenüberproportion eventuell eine operative Korrektur).
Intensive Krankengymnastik bei Muskel- und Bindegewebsschwäche und eventuellen Bewegungsstörungen ist wichtig. Bei Erziehung und Frühförderung in der Familie resultiert eine gute soziale Eingliederungsfähigkeit. Die Hilfsbedürftigkeit durch geistige Behinderung bleibt in der Regel bestehen. Die Kinder, die von Anfang an in der Familie angenommen wurden und in Kindergarten und Schule die notwendigen Angebote erhalten und Hilfe erfahren haben, überraschen immer wieder mit neuen unerwarteten Fähigkeiten. Darum ist es wichtig, sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu fordern und die Leistungen zu erwarten, deren sie fähig sind. Gleiches gilt für die Jugendlichen und die Erwachsenen mit Down-Syndrom.
Die Infektanfälligkeit, besonders die, der oberen Luftwege, erfordert häufig eine rechtzeitige Anwendung von Antibiotika und eventuell ein Zufügen von Immunglobulinen (Antikörpern).
Bei angeborenen Herzfehlern und eventuellen Fehlbildungen im Magen-Darm-Trakt ist entsprechende Fachbetreuung notwendig.
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Datum der letzten inhaltlichen Überarbeitung: 11.07.2007



