Laktoseintoleranz
Lactoseintoleranz bedeutet eine Unverträglichkeit von Lactose (Milchzucker). Ursache der Intoleranz ist eine
verminderte oder fehlende Aktivität des milchzuckerspaltenden Enzyms Lactase in der Dünndarmschleimhaut.
Fehlt das Enzym Lactase oder ist seine Aktivität deutlich vermindert, so kommt es nach dem Verzehr von
Lactose zu Unverträglichkeitserscheinungen, da der Zweifachzucker den Dünndarm passiert, in den Dickdarm
übertritt und hier bakteriell zu Gasen und organischen Säuren abgebaut wird. Man unterscheidet- den primären
(angeborenen) Lactasemangel- den erworbenen Lactasemangel des Erwachsenen- den sekundären Lactasemangel.
Beim primären Lactasemangel handelt es sich um einen angeborenen Enzymdefekt. Es fehlt von Geburt an das
Enzym Lactase. Diese Erkrankung ist äußerst selten und führt beim Säugling zu Durchfällen.Der erworbene
Lactasemangel des Erwachsenen kann sich bei bis dahin normaler Lactoseverträglichkeit aufgrund unbekannter
Ursachen einstellen. Eine Schädigung der Darmschleimhaut durch Virusinfekte wird diskutiert.Der sekundäre
Lactasemangel kann als Begleiterkrankung bei verschiedenen Erkrankungen des Dünndarmes wie beispielsweise
der Zöliakie, selten bei Morbus Crohn, aber auch nach Magen- und/oder Darmoperationen oder nach Gabe von
Antibiotika und Zytostatika auftreten. Haben spezielle Untersuchungen die Lactoseintoleranz eindeutig
bestätigt, kann diese je nach Schweregrad durch eine lactosefreie (pro Tag maximal 1 g Lactose) bzw.
lactosearme Kost (pro Tag maximal 8-10 g Lactose) erfolgreich behandelt werden.
Datum der Text-Erstellung: 16.11.2006
Datum der letzten inhaltlichen Text-Überarbeitung: 16.04.2007
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Datum der letzten inhaltlichen Überarbeitung: 11.07.2007



